Musik aus der Wand

Wände haben ja bekanntlich Ohren. Aber das Wände auch selbst Sounds erzeugen können, ist neu. Ein neuartiges Raumakustik-System machts möglich!

Mit dem unsichtbaren Klangsystem erspart man sich die lästige Platzsuche für Lautsprecher und auch der Kabelsalat wird hinfällig. Sogenannte Soundboards – darunter versteht man 6-8 Millimeter starke Platten aus Polyurethan – werden hinter Wänden und Decken montiert und verwandeln jeden Raum in einen Konzertsaal. Der Vorteil dieses Klangsystems im Gegensatz zu herkömmlichen Lautsprecher liegt in der Schallerzeugung. Während bei normalen Lautsprechern eine punktförmige Quelle den Schall erzeugt, bringen bei den Soundboards mehrere kleine Spulen die ganze Abstrahlfläche zum Schwingen. Diese Biegewellenschwingungen und der dadurch größere Abstrahlwinkel erzeugen einen besonders ausdrucksstarken und raumfüllenden Klang.

Die Platten lassen sich unsichtbar in alle Wände und Decken einbauen und mit den unterschiedlichsten Belägen beschichten. Am besten eignen sich die Soundboards für Trockenbausysteme. Eingebaut wird das Ganze in Abstimmung mit den Stuckateur- und Malerarbeiten. Ein Fachmann verlegt die Soundsysteme nach den Richtlinien des Herstellers in die dafür freigelassenen Felder der Trockenbauwand oder Decke. Natürlich kann das Klangsystem auch in bereits bestehende Räume eingefügt werden.

Den unsichtbaren Sound kann man auch in Feuchträumen wie dem Badezimmer genießen, denn die Kunststoffplatten sind gegenüber Feuchtigkeit unempfindlich und hinter Fließen erzeugen die Soundboards auch einen klaren Klang. Steuern lässt sich alles über einen Klangfeldprozessor, an dem auch jeder handelsübliche DVD- oder CD-Spieler angeschlossen werden kann.

Wer also auf technische Spielereinen steht oder einfach die 3-D-Aukustik genießen will, sollte sich die „Musik aus der Wand“ zulegen.
 
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